Willkommen auf der Internetseite der Gemeinde Landolfshausen

Auf den folgenden Seiten möchten wir dem Besucher einiges über Landolfshausen erzählen und mit vielen Bildern begeistern.
Die Seite hat ein umfangreiches Adressverzeichnis mit sämtlichen Vereinen und Gewerbebetrieben rund um die Gemeinde.
Ein Terminkalender informiert über anstehende Veranstaltungen und unter Kontakt sind Anschriften zu finden.

Das Deutsche Theater aus Göttingen kommt nach Landolfshausen!

Der Vorverkauf der Eintrittskarten hat begonnen. Die Karten sind zu beziehen im Lebensmittelladen Irmtraud Büermann, Unterdorf 1, 37136 Landolfshausen, im Gasthaus „Zum Thieberg“, Unterdorf 20, 37136 Landolfshausen und natürlich beim Deutschen Theater in Göttingen an der Theaterkasse. Die Karten kosten 11€ / ermäßigt 7€.

Zum Stück:
Das DT begibt sich auf eine außergewöhnliche Tour durch die urigsten Kneipensäle des Landkreises Göttingen.
Wie wäre es, wenn einmal nicht die Zuschauer ins Theater, sondern das Theater zu den Zuschauern käme? Diese Anregung des Landrates des Landkreis Göttingen Reinhard Schermann traf bei Mark Zurmühle, dem Intendanten des Deutschen Theaters in Göttingen, auf offene Ohren. Und Chefdramaturg Lutz Keßler hatte auch das passende Stück parat: Thomas Bernhards Komödie DER THEATERMACHER. In diesem zieht der Staatsschauspieler Bruscon mit seiner Theatertruppe, die aus seiner indisponierten Frau und seinen beiden talentfreien Kindern besteht von Dorf zu Dorf, um schließlich im 280-Seelenörtchen Utzbach zu landen. Hier, im heruntergekommenen Tanzsaal der Gaststätte „Schwarzer Hirsch“, will Bruscon sein selbstverfasstes Jahrhundertstück DAS RAD DER GESCHICHTE über die Welthistorie zur Aufführung bringen. Doch die Dinge stehen in Utzbach nicht zum Besten. Der Saal ist stickig und feucht aber das Öffnen der Fenster trüge statt frischer Luft, lediglich den Geruch der örtlichen Schweinemastanlagen herein. Ferner fällt der Tag der Vorstellung ausgerechnet auf den Blutwursttag, was möglicherweise die Zuschauer vom Theaterbesuch abhalten könnte. Und auch das größte Problem ist noch nicht gelöst, nämlich, ob der örtliche Feuerwehrmann die Genehmigung zur Löschung des Notlichts erteilen wird, denn, so Bruscon, „wenn es am Ende nicht fünf Minuten absolut finster ist, ist mein Theaterstück vernichtet.“
Wie Bruscon im Stück zieht das Deutsche Theater in Göttingen seit April 2011 nun von „Dorf zu Dorf“, d.h. es tourt durch den Landkreis Göttingen und zeigt seine Inszenierung von Thomas Bernhards DER THEATERMACHER an authentischen Orten. Also in eben jenen alten Tanz- und Festsälen wie man sie leider immer seltener findet. Die Premiere fand am 9. April 2011 im ausverkauften Gasthof Bieling „Zum Bahnhof“ in Diemarden statt. Im Zentrum der Aufführungen steht jedoch nicht nur das Theatererlebnis, sondern auch der Dialog mit den Zuschauern. In gemütlicher Atmosphäre kann im Anschluss an die Vorstellungen über den Stellenwert der Kultur im Allgemeinen und den des Theaters im Besonderen gesprochen werden, gewissermaßen Theater zum Anfassen.

DER THEATERMACHER von Thomas Bernhard
Inszenierung Sarah Schermuly, Dramaturgie Winnie Karnofka
mit Gaby Dey, Anja Schreiber, Andreas Schneider, Sarah Schermuly, Paul Wenning und Gerd Zinck
Thomas Bernhard

Der österreichische Autor Thomas Bernhard (1931-1989) wäre am 9. Februar 2011 achtzig Jahre alt geworden. Trotz seines zu frühen Todes im Alter von achtundfünfzig Jahren hinterließ der Österreichische Autor ein Gesamtwerk, das zu den bedeutendsten schriftstellerischen Leistungen im deutschsprachigen Raum gehört. Bernhard begann seine Karriere als Autor nach einem Studium der Dramaturgie und Schauspielkunst in Salzburg mit der Veröffentlichung von Lyrikbänden, Erzählungen und Romanen. Ab 1970 widmete er sich verstärkt der Dramatik. Insgesamt wurden achtzehn seiner Theaterstücke uraufgeführt.
DER THEATERMACHER basiert auf einem Streit um das Notlicht in der Salzburger Festspielaufführung von DER IGNORANT UND DER WAHNSINNIGE 1972. Damals bestand Bernhard auf absoluter Dunkelheit, die feuerpolizeilich aber nicht durchzusetzen war. „Eine Gesellschaft, die zwei Minuten Finsternis nicht verträgt, kommt ohne mein Schauspiel aus“, kommentierte Bernhard damals. 13 Jahre später fand die Uraufführung von DER THEATERMACHER bei den Salzburger Festspielen statt und das Stück wurde, gespickt mit einer ordentlichen Portion Selbstironie, zum komischen Gleichnis über das aussichtslose Streben des Künstlers nach Perfektion in einer kultur- und kunstfeindlichen Welt.